Fussball im TuS

Was kann ein Fußballverein während der Corona-Pandemie tun? Er kann resignieren und z.B. Überlegungen über die Auflösung des Vereines anstellen. Dies allerdings wird die Fußballabteilung des TuS Wiebelskirchen sicherlich nicht tun. Im Gegenteil, in dieser Zeit bietet sich an die Erfolge der letzten Monate zu vergegenwärtigen und dabei auch mit Stolz in die Zukunft zu blicken.

 

Der TuS Wiebelskirchen ist ein bodenständiger Verein. Riskante finanzielle Unternehmen fanden bisher und werden auch zukünftig nicht stattfinden. Dies liegt auch daran, dass das Ziel der Abteilung darin besteht, möglichst vielen an Fußball interessierten Mitmenschen die Möglichkeit zu sportlichen Aktivitäten zu bieten. Von den Minis über die Aktiven bis hin zur AH-C kann im TuS Fußball gespielt und auch gelebt werden. Einen hohen Stellenwert innerhalb der Abteilung nimmt, auch gemessen an der Zahl der aktiven Kinder und Jugendlichen, der Jugendfußball ein.

Gerade im Jugendbereich kann der Sport in besonderer Weise die Integration ausländischer Kinder (aber auch von Erwachsenen) und auch sozial schwächer gestellten Kinder fördern. Fußball kann durch seine vielfältigen Möglichkeiten Isolation und Ängste auf beiden Seiten überwinden und Toleranz fördern. Ohne überheblich sein zu wollen, darf man festhalten, dass dies in unserer Jugendabteilung vorbildlich gelungen ist. Eine Würdigung dieser Arbeit erfolgte im November des vergangenen Jahres in einer würdevollen Feierstunde bei „Sterne des Sports“ in Saarbrücken, als der TuS als einer von sechs saarländischen Vereinen dafür einen Ehrenpreis erhielt.

 

Mit besonderem Stolz verweist Jugendleiter Klaus Müller auf die Tatsache, dass der TuS einer der ganz, ganz wenigen Vereinen im Saarland ist, der Mannschaften in allen Altersklassen aufbieten kann. Vielen großen Vereinen ist die Arbeit mit den Minis zu arbeitsintensiv und meiden diesen Aufwand. Vielleicht ist es daher auch kein Zufall, dass wir gerade bei der G-Jgd einen wahren „Boom“ erleben, allein in dieser Altersstufe haben wir aktuell mehr als 30 fußballbegeisterte „Zwerge“. Mit Ausnahme der A-Jugend sind wir in der Lage in allen Altersstufen mindestens zwei Mannschaften zu stellen. Wer kann das noch???

 

Es ist im Saarland auch eine Seltenheit, dass wir trotz der hohen Anzahl an Mannschaften keine Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen eingehen müssen. An dieser Stelle soll ein Dank an die über 160 Kinder und Jugendliche im Verein ausgesprochen werden, die diesen Erfolg erst ermöglichen. Diese Erfolge zeigen sich auch darin, dass viele unserer Mannschaften in Leistungsklassen spielen. Besonders zu erwähnen sind hier die E- und D-Jugend, die beide in den höchsten saarländischen Klassen spielen. In ihren Spielen messen sie sich mit den großen Vereinen, so z.B mit dem 1.FC Saarbrücken, Röchling Völklingen und dem SV Elversberg.

 

Erfolge weisen wir permanent bei den Stadtmeisterschaften der Jugend auf. Nahezu alle Mannschaften wurden bei den letzten Meisterschaften sowohl auf dem Feld als auch in der Halle Stadtmeister. Bei den Kreismeisterschaften Ostsaar war der TuS übrigens der einzige Verein, der es mit fünf Mannschaften ( E- bis A-Jgd) in die Endrunde schaffte.

Dieser Erfolg kommt nicht von selbst. Jugendarbeit  das Wort sagt es schon  bedeutet Arbeit. Arbeit, die mehr und mehr von wenigen Personen im Ehrenamt ausgeführt werden. Ein Problem, das heute wohl alle Vereine betrifft. Nörgeln ist eben einfacher als zupacken. Zum Glück haben wir in unserem Verein doch zahlreiche hochmotivierte Mitarbeiter, die die Arbeit in der Jugendabteilung stemmen. Es ist unmöglich, an dieser Stelle alle Trainer und Betreuer zu nennen. Stellvertretend für alle sollen hier Volker Geller und vor allem Calogero Guaracci benannt werden. Neben dem zeitintensiven Training, der Betreuung bei den Spielen kommen noch viele kleinere Aufgaben hinzu, die man oftmals auf den ersten Blick nicht erkennt. Eine wahre „Herkules-Arbeit“ vor jeder Saison besteht darin, für alle Mannschaften einen lizenzierten Trainer zu finden. Wir haben diese lizenzierten Trainer und das dürfte mit der Grund unserer Erfolge sein.

 

Diese Erfolge haben aber auch eine „Schattenseite“, denn die Leistungen der Spieler und Trainer sprechen sich landauf, landab herum. Wenn unsere Jugend spielt, tauchen immer wieder „Spione“ auf, die nur ein Ziel kennen, unsere Spieler abzuwerben. Auf der einen Seite sehen wir das mit Stolz, dass wir so viele Talente haben, die von uns das Rüstzeug bekommen haben, einmal ein „Großer“ im Fußball zu werden. Aber es schmerzt auch, wenn so viele Spieler zum FC Saarbrücken, SV Elversberg oder zum 1.FC Kaiserslautern gehen und dadurch die Struktur der Mannschaft verloren geht. Aber auch nach ihrem Weggang bleiben sie ein Teil unserer Mannschaften, wir wünschen euch viel Glück und den erhofften Erfolg.

Neben dem Dank an alle Trainer und Betreuer ist auch Dank an die Eltern zu sagen. Ein reibungsloser Spielbetrieb ist ohne die Mitarbeit der Eltern kaum vorstellbar. Ein Dank daher an die Eltern, die stets bereit sind durch Bildung von Fahrgemeinschaften die Kinder zu den Spielstätten zu fahren. Ohne diesen Fahrdienst wäre ein ordnungsgemäßer Spielbetrieb nicht möglich.

 

Fußball ist aber nicht nur Training und Spiel. Ein Verein in unserer Größenlage ist auch nur überlebensfähig, wenn er außersportliche Aktivitäten anzubieten vermag. Auch wenn wir höhere Ziele anstreben, der „Spaßfaktor“ muss immer im Vordergrund stehen. Die Jugendabteilung erweist sich hier auch sehr kreativ. Aktivitäten wie die Durchführung eines Fußball-Camps, des Jugend-Zeltlagers oder die Weihnachtsfeiern sind fester Bestandteil in der Jugendarbeit.

 

Derartige Aktivitäten sind natürlich mit Kosten verbunden. Volker Geller ist ein wahrer Finanzjongleur, es erstaunt, wie er es schafft, aus den geringen Mitteln, die zu Verfügung stehen, derartige Aktionen aufzubauen. Letztlich ist es aber auch nur mit Hilfe einiger Sponsoren möglich. Ein besonderer Dank geht daher an die „Württembergische Versicherung“ mit der Generalagentur Stefan Lehmann und Marina de Luca. Herzlichen Dank für eure Unterstützung.

Zu erwähnen ist auch, dass sowohl die Aktiven- als auch die Jugendabteilung Hand in Hand arbeiten. Egal wer eine Veranstaltung plant, ohne die Mitarbeit der anderen Abteilung würde diese nicht funktionieren. Es gibt hier keine Konkurrenz, sondern nur ein Miteinander. Dies zeigt sich auch darin, dass die Spieler der aktiven Mannschaften ausschließlich aus der eigenen Jugend kommen. Wir brauchen keine „Legionäre“, sondern nur Jungs, die zu unseren Jungs aus dem Dorf passen.

 

Abschließend sei noch erwähnt  und ich denke, es passt zu unseren Erfolgen  dass der TuS Wiebelskirchen über zwei hochrangige Schiedsrichter verfügt, die Spiele in der Regionalliga leiten. Timo Klein und Justin Hasmann, auch euch Dank für euer Engagement für den TuS. 

 

 

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